Der Basispass

Was ist der Basispass und was wird dort gelehrt?


Den Basispass Pferdekunde könnte man auch als "Pferdeführerschein" bezeichnen.

 

Hier werden alle wichtigen Grundlagen rund ums Pferd in Theorie und Praxis vermittelt - ganz ohne Reiten.

Inhalte:

  • Sicherer Umgang mit dem Pferd
  • Theorie: Haltung, Fütterung, Anatomie, Krankheiten, Verhaltensweisen, Ausrüstung, Sicherheitsmaßnahmen, Erste Hilfe, Tierschutzgesetz
  • Praxis: Führen, Verladen, Satteln und Trensen, Vorstellen in der Dreiecksbahn

Wer kann daran teilnehmen? JEDER - auch Nichtreiter!

 

Auch unerfahrene wie z.B. Eltern von Kindern die reiten, Kinder selbst (sofern die geistige und körperliche Reife gegeben ist) und natürlich Reiter. Reitkenntnisse sind nicht notwendig. Aufgrund der enormen Wissensmenge, wäre es aber sinnvoll wenigstens grobe Pferdekenntnisse zu haben.

 

Wie läuft die Prüfung ab?

  1. Theoretische Prüfung (mündlich)
  2. Praktische Prüfung (Führen, Anbinden, Satteln & Trensen, Verladen, Vorstellen in der Dreiecksbahn)

Die Prüfung findet als Gruppenprüfung statt und ist rein mündlich. Für Kinder erfolgt diese natürlich kindgerecht.

 

Nach bestandener Prüfung erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde und eine Anstecknadel.

 

Wozu brauche ich einen Basispass?


Der Lehrgang selbst ist eigentlich schon das Wichtigste. Für alle, die nur hobbymäßig mit dem Pferd arbeiten, ist er voll an Wissen, die den täglichen Umgang mit dem Pferd sicherer machen. Zudem kann man auf dem erlernten Wissen aufbauen (z.B. Haltung und Fütterung). Für Pferdehalter und -besitzer dringend zu empfehlen.

 

Diejenigen, die sich sportlich mit dem Pferd weiterbilden möchten, ist er Grundvoraussetzung für alle weiteren Leistungsabzeichen. Völlig unabhängig von der Reitweise!

Wer also mit dem Gedanken spielt ein Longierabzeichen, Reitabzeichen oder einen Fahrpass zu machen, der braucht als Voraussetzung den Basispass!


Die Westernreitabzeichen Kl. 4 und 3 (Bronze)

Was ist das Westernreitabzeichen und was wird dort gelehrt?


Beim Westernreitabzeichen werden die Theorieinhalte vom Basispass aufgegriffen und vertieft (Haltung, Fütterung, Krankheiten). Hinzu kommen der Bewegungsapparat des Pferdes und Theoriekenntnisse im Reiten. Bei beiden Abzeichen werden Reitkenntnisse verlangt, die in einer Trail- und Horsemanshipprüfung praktisch vorgezeigt müssen. Dazu gibt es Pflichtaufgaben, die Sie auf meiner Link-Seite downloaden können.

Die beiden Westernreitabzeichen unterscheiden sich von Kl. IV zu Kl. III in der Schwierigkeit der Aufgaben.

 

Wer kann daran teilnehmen?


Westernreitabzeichen Kl. 4:
bestandene Prüfung zum Basispass, keine Mitgliedschaft in einem Verband erfolderlich. Kein Mindestalter. Reitkenntnisse von Vorteil.

 

Westernreitabzeichen Kl. 3 (Bronze): bestandene Prüfung zum Basispass und WRA Kl. IV (oder Turnierreiter LK 3 und höher), Mitgliedschaft bei der EWU oder vergleichbarem Verband erforderlich.

 

Wie läuft die Prüfung ab?


Westernreitabzeichen Kl. IV: Theoretische Prüfung (mündlich), praktische Prüfung: Reiten einer vorgegebenen Trail-Pattern und einer Horsemanship-Pattern (ohne Railwork). Reiten in der Gruppe in der Bahn in allen vier Gangarten.

 

Westernreitabzeichen Kl. III: Theoretische Prüfung (schriftlich und mündlich), praktische Prüfung: Reiten einer vorgegebenen Trail-Pattern und einer Horsemanship-Pattern (ohne Railwork). Reiten in der Gruppe im Gelände.

 

Wozu brauche ich ein Westernreitabzeichen?


Diese Abzeichen dienen dazu, sich sowohl im Fachwissen als auch im Reiten weiter zu schulen. Sehr interessant für Turniereinsteiger, da hier viele Tipps weitergegeben werden und das intensive Training auch als Turniervorbereitung dienen kann. Zudem ist mit dem Besitz des WRA Kl. III eine sofortige Einstufung in die Leistungsklasse (LK) 3 der EWU möglich.

 

Wer mit dem Gedanken spielt den Trainerassistenten oder Trainerschein abzulegen, benötigt das WRA Kl. III als Voraussetzung.

 


Das Longierabzeichen Kl. 5 (alt Kl. IV)

Was ist das Longierabzeichen und was wird dort gelehrt?


Seit Januar 2014 wurden mit Einführung der neuen APO (Ausbildungs- und Prüfungsordnung) die Longierabzeichen umbenannt.

Das alte Longierabzeichen Kl. IV wird nun Longierabzeichen Kl. V genannt.

Zusätzlich hinzu gekommen ist das Vorstellen des Pferdes in der Dreiecksbahn.

 

Inhalte:

  • Sicherer Umgang mit dem Pferd,
  • Sinnvoller Einsatz der Hilfen (Stimme, Peitsche, Longe)
  • Handhabung der Hilfszügel (einfache Ausbinder, Laufferzügel, Dreieckszügel),
  • Sicherheit beim Handwechsel
  • korrektes Longieren unter Anwendung der Ausbildungsskala
  • Erkennen sichtbarer Anhalts- und Ansatzpunkte für die weitere Arbeit

Wer kann daran teilnehmen?


Jeder der den Basispass Pferdekunde erfolgreich abgelegt hat und eine Mitgliedschaft bei der FN /einem Pferdesportverein oder einem der FN angeschlossenen Anschlussverbände (z.B. EWU) nachweisen kann. Kein Mindestalter (ab 14 Jahre empfohlen).

 

Wie läuft die Prüfung ab?


Es gibt eine mündliche Theorieprüfung, bei der die Grundkenntnisse des Longierens und Reitens abgefragt werden. In der praktischen Prüfung muss ein Pferd vorlongiert werden. Der Richter will dabei verschiedene Manöver wie Handwechsel, alle drei GGA und den richtigen Handgalopp sehen. Zudem werden die Sicherheit bei der Verschnallung der Hilfszügel und der Einsatz der Hilfen (Stimme, Longe, Peitsche) bewertet.

 

Wozu brauche ich ein Longierabzeichen?


Der Lehrgang ist für jeden interessant (eigentlich wichtig) der sein Pferd zweckmäßig und gesund erhaltend longieren möchte. Der Umgang mit dem Pferd und natürlich die Sicherheit sind wichtige Inhalte des Kurses.

Der Lehrgang kann auch ohne Prüfung absolviert werden. Wer weitere Reitabzeichen ablegen möchte, sollte diesen Kurs unbedingt voher machen, da die Grundkenntnisse des Reitens und der Bewegungsapparat des Pferdes bereits Lehrinhalte sind.

Wer den Trainerassistenten oder einen Trainerschein ablegen möchte, muss diesen Lehrgang als Vorraussetzung vorweisen können.